Bundesliga

Nicht nur im Fußball, sondern auch im Kegelsport wird auf höchst professionellem Niveau in der Bundesliga gekämpft. Ausgehend von der Bahnart, richten verschiedene Kegelverbände voneinander unabhängige Meisterschaften, Ligenspiele, Vereinspokale und Turniere nach ihren eigenen Regeln aus. So gibt es die Kegel-Bundesliga Classic, die Liga im Bereich Bohlenbahn und die Meisterschaften auf der Scherenbahn, welche regional unterschiedlich stark verteilt sind.

Darüber hinaus ist jede Kegel-Bundesliga dem Geschlecht nach in Klassen für Damen und Herren differenziert. Da die männliche Beteiligung höher ist, gibt es beispielsweise in allen 2. Herren-Ligen noch eine räumliche Gliederung in Nord und Süd (Schere) oder Nord-West und Süd-Ost (Bohle). Bei den Damen hat einzig die 2. Kegel-Bundesliga Classic so viele Teilnehmerinnen, sodass auch diese regional unterteilt ist. Hier gibt es die Bundesliga West und Ost.

Kegel-Bundesliga Classic 100/200

Neben der zweiten und dritten Kegel-Bundesliga, der Landesliga und der Regionalliga, richtet der Deutsche Kegelbund Classic die oberste Kegel-Bundesliga Classic in zwei unterschiedlichen Ligen aus. Diese basiert auf verschiedenen Spielsystemen. „100/200 Wurf“ ist ein Mannschaftspiel mit vier (in den unteren Klassen) bzw. sechs Spielern pro Team, die paarweise innerhalb von drei Durchläufen à 20 Minuten auf getrennten Bahnen gegeneinander antreten.

Die unteren Klassen spielen 100 Würfe auf zwei Bahnen. Nach der Hälfte der Würfe tauschen die Spieler die Bahnen. Die obere Bundesliga und die Kreisliga hält dagegen längere Durchgänge mit 200 Würfen pro Spieler auf bis zu vier Bahnen ab. Das Spiel wechselt zusätzlich zwischen dem Wurf in die Vollen und dem Abräumen. Am Ende werden alle Punkte der einzelnen Spieler für das Team-Ergebnis addiert.

120 Wurf – die Königsdiziplin

Das Spielsystem „120 Wurf“ sah ursprünglich vor, die zahlreichen Spielformen international zu vereinheitlichen. Inzwischen hat es sich als System bei den Weltmeisterschaften durchgesetzt. In Deutschland gibt es allerdings Widerstände dagegen, denn die Verbände pochen auf nationale Hoheit. Dennoch müssen deutsche Teams zumindest in Play-offs nach dieser Zähl- und Spielweise spielen, um bei interntionalen Pokalwettbewerben startberechtigt zu sein.

Anders als beim 100/200 Wurf, spielen zwei Gegner innerhalb von nur 12 Minuten 120 Würfe gegeneinander. Nach 30 Würfen, also insgesamt vier Mal, wechseln die Spieler die Bahn. Die 30 Würfe unterteilen sich wiederum in 15 Wurf in die Vollen und 15 Wurf Abräumen je Bahn. Das Ergebnis wird anhand von Mannschaftspunkten aus den Würfen in die Vollen, durch die Satzpunkte der Gewinner aus den Durchgängen und durch Zusatzpunkte ermittelt, sodass sich im Laufe des Spiels immer überraschende Wendungen ergeben können.

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