Pudel

Nein, hier geht’s ausnahmsweise nicht um den besten Freund des Menschen. Denn der „Pudel“ bezeichnet umgangssprachlich einen Fehlwurf beim Kegeln. Er befördert die Kegelkugel in die Auffangrinne rechts oder links der Bahn und zieht an den Kegeln vorbei. Allerdings lassen sich die Bezeichnung für die Hunderasse und diesen Nullwurf auf den gleichen historischen Ursprung zurückführen: Früher befanden sich die Kegelbahnen der Gaststätten nicht im Keller, sondern draußen. So füllten sich die Rinnen bei schlechtem Wetter oft mit Wasser. „Pudel“ ist demnach das Niederdeutsche Wort für „Pfütze“. Auch die Hunderasse erhielt ihren Namen, weil sie ursprünglich für die Jagd in flachen Gewässern gezüchtet wurde. In Paris wurden Pudel bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts sogar zur Kanalreinigung eingesetzt. Damit ergibt auch der Ausdruck „pudelnass“ endlich einen Sinn. Nullwürfe beim Kegeln werden regional auch gerne als „Ratte“ bezeichnet. Es entspricht etwa dem „Miss“ beim Bowling.

2 Kommentare zu “Pudel

  1. Fleischer, Christel
    20. Februar 2019 at 01:14

    Kommentar: verschiedene Bahnen.Neben der Bahn befindet sich eine kleine Leiste,danach kommt erst der Pudelbereich.Ist es schon ein Pudel wenn die Kugel an die kleine Leiste stöß t? Danke

  2. Kottal
    6. Juli 2019 at 13:52

    Frage: Läuft eine kleine Kugel außen am Bauern vorbei , ohne ihn zu
    berühren bez. das er fällt, ist das als Null oder Pudel zu werten?

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